Sex im Film-Der Pornofilm: Eine erotische Geschichte

Sex im Film-Der Pornofilm: Eine erotische Geschichte

Sex im Film-Der Pornofilm: Eine erotische Geschichte.

Das Interesse von Menschen, anderen beim Sex zuzusehen, ist nicht neu. Die erotische Geschichte der Pornografie verlief immer schon parallel zur Menschheitsgeschichte. Doch es scheint, als sei nun vorerst ihr Höhepunkt erreicht.

  • Das Interesse an der Darstellung nackter Menschen ist so alt wie der Mensch selbst
  • „Deep Throat“ revolutionierte die erotische Filmbranche  
  • Der Porno hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Durchsetzung neuer Medien

„Fünf Minuten, nachdem 1827 die Photographie und 1894 der Film erfunden wurde, stand eine nackte Frau vor der Kamera“, brachte es der Horrorfilm- und Pornoproduzent David F. Friedmann auf den Punkt. Lust und Schaulust sind menschliche Bedürfnisse und wo menschliche Bedürfnisse bestehen, sind gute Geschäfte zu machen. Dabei war der Weg, den die erotische Geschichte der Pornographie nahm, oft steinig und gefährlich.

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Die bildliche Darstellung nackter Menschen beim Geschlechtsverkehr ist seit Urzeiten ein beliebtes Motiv. Pornografische Darstellungen finden sich bereits auf Wandbildern und Vasen im alten Griechenland und im alten Rom. Auch in anderen Teilen der Welt finden sich schon früh pornografische Darstellungen, wie beispielsweise im indischen Kamasutra von etwa 200 n. Chr. Aus späteren Jahrhunderten gibt es zahlreiche Gemälde, Statuen und literarische Werke, in denen der Unterschied zwischen Pornografie und Kunst fließend ist. Eines der bekanntesten Beispiele ist Gustave Courbets Gemälde „Ursprung der Welt“ von 1866.

Die Anfänge des Pornos

Am Anfang des Pornos standen die „Stage-Filme“. Das sind kurze, einfach gedrehte Stummfilme, mit sexueller Handlung. Diese Sexfilme wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf Rummelplätzen und in Rotlichtbezirken vorgeführt. Bereits 1910 gab es in den USA ungefähr 10.000 kleine Kinos, die Pornofilme zeigten. Die Ausstattung der Säle war einfach. Die Betreiber benötigten lediglich einen Projektor, eine Leinwand und einige Stühle. Die Ära dieser statisch, in schwarzweiß gehaltenen Filme ragt bis in die 60er Jahre hinein. Um nicht erkannt zu werden, trugen die Darsteller meist Masken. Bis 1970 wurden offiziell in den USA 2.000 solcher Stage-Pornos dokumentiert.

Die ersten Pornos der erotischen Filmgeschichte, hatten durchschnittlich eine Länge von zehn Minuten. Herumreisende Vertreiber reisten in die entlegensten Orte um die Filme vorzuführen. Die Orte, an denen die Filme gezeigt wurden, waren geheim und nur Eingeweihte hatten Zutritt. Man erhoffte so, den Ordnungshütern zu entkommen. Da die Kameras damals wegen ihres enormen Gewichtes noch nicht bewegt werden konnten, sind die Sexfilme aus der Rolle des Betrachters gedreht.

„Deep Throat“ – Ein revolutionärer Film

Nach dem bekanntesten Porno „Deep Throat“ von 1972 war nichts mehr wie es war. Mit diesem Sexfilm wurde der Porno zum Massenmedium. Er war einer der ersten Pornofilme in Spielfilmlänge und der erste Sexfilm, der nicht mehr nur in schmuddeligen Sexkinos lief. „Deep Throat“ verzeichnete sogar höhere Besuchszahlen als die Hollywood-Filme der Saison „Shaft II“, und „Cabaret“. “Deep Throat” wurde für nur 22.00 Dollar gedreht und spielte geschätzte 600 Millionen Dollar ein. “Deep Throat” hat wesentlich dazu beigetragen, Pornos ins Reich der Popkultur zu befördern.

Von der Videokassette zum kostenlosen Porno im Netz

Eine neue technische Erfindung beendete zwar den Kinoporno, öffnete aber gleichzeitig einen neuen Markt: Das Video. Bereits 1983 erreichten Pornos zwei Drittel ihres Umsatzes durch Videokassetten. Dabei wuchs auch der Einfluss, den Pornos auf die Medien ausübten. So ist es der Pornoindustrie verschuldet, dass sich in den 80er Jahren die VHS-Kassette durchsetzte und nicht die rivalisierende Betamax-Technik von Sony. Die Produzenten entschieden sich dafür ihre Sexfilme auf VHS zu vertreiben .

Das Internet macht es möglich, von jedem Ort aus, anonym Pornos zu schauen. Die erfolgreichsten Internetseiten, xhamster, XVideos, Pornhub und Youporn sind kostenlos. Dabei handelt es sich um Plattformen, auf denen die Nutzer ihre eigenen Filme online stellen können. Doch die wenigsten dieser kostenlosen Pornos sind tatsächlich von Amateuren produziert. Die meisten Clips sind Appetitanreger, die den User dazu verleiten sollen, auf eine kostenpflichtige Seite zu wechseln.

Quelle :http://www.focus.de/kultur/kino_tv/sex-im-film-der-pornofilm-eine-erotische-geschichte_id_4640253.html